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Praxis Teil 4

Astrales und mentales Wandern

"Energiearbeit IV - Aufstieg", der vierte Band in der Reihe Formelmagie und gleichzeitig das Ende der Aufarbeitung der Formelerfahrungen von 1964 bis heute. Wohl wird sich die Formelarbeit weiterentwickeln, doch bleibt dies anderen Werken vorbehalten. In diesem Band werden noch einmal die Themen zusammengefaßt, für die in den anderen Werken noch nicht der richtige Platz war und auch noch nicht die rechte Zeit.

Außerdem wird verstärkt das Thema "Bewußtseinsentwicklung" aufgegriffen und Möglichkeiten geboten, wie diese beschleunigt werden kann. Zudem wird in diesem Werk verstärkt auf spirituelle Fähigkeiten eingegangen, wie Telepathie und mentales Wandern. Beides Fähigkeiten, die für viele sehr verlockend sind. Mit Recht, denn mentales Wandern ermöglicht uns die Einsicht in Bereiche aus direkter Erfahrung und nicht mehr aus zweiter Hand, und Telepathie gestattet uns direkt mit denen zu kommunizieren, mit denen wir es wollen, gleich zu welcher Zeit und in welchem Raum, auch wieder ohne Hilfe Dritter.

Aufstieg beinhaltet frei zu werden!

Frei zu werden von Hilfsmitteln, die wir bis dato benötigen, doch die trotz allem eine Krücke darstellen und uns begrenzen. Frei zu werden von Identitäten, damit wir erkennen, wer wir wirklich sind. Denn unser göttliches Potential ist unbegrenzt und wird nur dann beeinträchtigt, wenn wir glauben, wir seien etwas Bestimmtes, etwas Großes oder Kleines, das nach Außen hin in Erscheinung tritt. Doch dies ist ein großes Mißverständnis.

Wir empfinden zwar durch unseren Körper und agieren mit ihm in der grobstofflichen Welt doch wir sind kein Körper!

Wir fühlen und drücken über unseren Körper unser Gemüt als Emotionen aus -doch wir sind keine Gefühle! Wir denken, stellen uns Bilder vor, durchdringen diese mit einer Emotion und handeln danach - doch wir sind keine Gedanken!

Wir haben Wünsche und Absichten, die wir in Gedanken kleiden, die sich zu Bildern formen, die durchdrungen werden von Gefühlen und uns in der materiellen Welt antreiben, etwas zu verwirklichen - doch wir sind keine Absichten!

Wir sind das, was war, bevor irgend etwas erschaffen wurde!

Vor der Schöpfung, bevor es einen Raum gab, den man mit Energie füllen konnte, aus der Urabsichten entstanden, die zu geistigen Welten wurden und sich letztendlich zu Materie formten, waren wir die Schöpfer!

Wir waren da, außerhalb von Zeit und Raum, ohne Schwingung, die man hätte messen können und doch in der Lage, Energie zu erschaffen.

Wir waren es, die übereinkamen, ein Spiel zu spielen. Ein Spiel, das allen Beteiligten große Freude machen sollte. Ein Spiel, bei dem es am Ende keine Verlierer geben würde. Ein Spiel, bei dem wir unsere schöpferischen Fähigkeiten erproben wollten - mal schauen was möglich war. Das Spiel hat vor langer Zeit begonnen. Und viele vergaßen, das es ein Spiel ist. Viele vergaßen, daß sie die Spieler sind, daß sie die Spielregeln erstellt haben und daß alles was ist, von ihnen erschaffen wurde.
Doch nun soll das Spiel beendet werden. Die Spieler sollen zurückkehren. Zurück in ihre wahre Heimat. Zurück in lichte Welten, aus denen sie vor allzu langer Zeit wegzogen und an die sie sich heute nicht mehr erinnern.

Und doch ist in uns allen der Drang zurückzufinden. In uns allen ist ein Funke, der mit der göttlichen Essenz, die wir sind, in Resonanz steht. Er ist die Kraft, die auch den unbewußtesten Spieler vorantreibt. Voran und voran, weiter und weiter, immer weiter, ohne genau zu wissen wohin.

Doch es gibt nur einen Weg, den wir gehen können und es gibt nur ein Ziel, das zu erreichen möglich ist. Nach Hause kommen! Dazu möchte "Energiearbeit IV - Aufstieg" seinen Teil beitragen.

Astrales und mentales Wandern

Im Januar 1965 schrieb Cuno-Hellmut Müller zum ersten Male über das mentale Wandern. Darin bezog er sich auch auf die Unterschiede zwischen Astralreisen und Mentalreisen. Zusätzlich wies er auf die Gefahren hin die beim astralen Wandern noch größer sind, als beim mentalen, ohne jedoch diese zu vernachlässigen. Daraus wird ersichtlich, daß C.-H. Müller wußte wovon er schrieb. Mit Hilfe der Formelmagie haben wir natürlich alle Möglichkeiten, uns spirituelle Fähigkeiten anzueignen und uns gleichzeitig vor den möglichen Gefahren zu bewahren. Denn wenn auch viele von geistigen Reisen träumen und sich diese sehnlichst wünschen, fehlt doch oft das Wissen um die Vielfalt der Erfahrungen, die gemacht werden können - leider auch unangenehme bis äußerst gefährliche. Immer wieder lerne ich Menschen mit den besten Absichten kennen, die jedoch völlig naiv sind in Bezug auf geistige Realitäten. Natürlich nicken einige "wissend", wenn auf Gefahren im Mentalen hingewiesen wird, ohne jedoch auch nur im Geringsten bewußt genug zu sein, worüber sie kundtaten, daß sie Bescheid zu Wissen glauben. Erkläre ich ihnen dann eine der unangenehmen Möglichkeiten, sind sie oft schon entsetzt und die Anfangs so groß verkündete Absicht, mentale Reisen zu unternehmen und wirklich von ganzem Herzen anzustreben, wird ängstlich überdacht. Doch dafür haben wir ja die Formeln, die uns hervorragend auf diese Expeditionen in die unendlichen Weiten des Geistes vorbereiten und unterwegs den höchstmöglichen Schutz bieten, so daß niemand sich fürchten muß. Für immer noch Ängstliche empfehle ich dann "C-K" oder "K-K-K" um ihren Mut wieder zurückzugewinnen.

Doch hier nun Cuno-Hellmut Müller:

Astralkörper

Heute will ich einmal, aufgrund eigener Erfahrungen, den Unterschied zwischen den astralen und mentalen Wandern erläutern. Ich darf dabei voraussetzen, daß Sie wissen, daß Sie, neben dem physischen sichtbaren Körper, den Astral- und Mentalkörper haben.

Wir alle haben uns ja wohl schon einmal Gedanken darüber gemacht, wer eigentlich dafür sorgt, daß die wichtigsten Körperfunktionen im Schlaf, in tiefster Bewußtlosigkeit oder Narkose aufrechterhalten bleiben. Wir wissen ja mit unserem normalen Wachbewußtsein im Schlaf nicht, daß wir weiteratmen müssen, und noch viel weniger haben wir in diesem Zustand einen Einfluß auf die Funktionen des motorischen und vegetativen Nervensystem mit dem ganzen dazugehörigen Drüsenapparat, der ununterbrochen unseren gesamten Stoffwechsel beeinflußt und steuert.

Der Arzt wird eine "Herzlähmung" oder einen "Gehimschlag" feststellen, aber der hellsichtige Astralkörper wird sich sehr darüber wundem, warum er nicht mehr in seine alte Behausung zurück kann und was danach mit seinem Erdenkörper geschieht. Jeder Schocktod ist nichts anderes als das plötzliche Zerreißen der Astralmatrize. Manchmal wird aber auch der Astralkörper auf solchen Wanderungen von niederen Astralwesen angegriffen und so schwer geschädigt, daß nach Rückkehr in den irdischen Körper eine klare Persönlichkeitsveränderung eintritt, die von den Ärzten meist als "Schizophrenie" bezeichnet wird. Oft kommt es auch vor, daß jemand von solch einer astralen Reise überhaupt nicht mehr zurückkehrt, weil er von negativen Wesen gekidnappt wurde, so daß statt seiner, ein ganz anderes Wesen von seinem irdischen Organismus Besitz ergreift. Daher der Ausdruck "Besessenheit", ein Zustand, der im Alkohol- oder Narkoserausch oder bei starken Er-regungszuständen auch spontan auftreten kann, weil in solchen Fällen bereits eine ungewollte astrale Wanderung oder Spaltung begonnen hat.

Es gibt natürlich auch Fälle von astralen Wanderungen, die ohne Wissen, ja sogar gegen den Willen des Betreffenden vorkommen, wie bei den Somnambulen, bei Narkotisierten und Rauschgiftsüchtigen; aber auch im Schlaf gesunder und normaler Jedoch meist sehr medialer Menschen. "Wahrträume" und das "zweite Gesicht" fallen zuweilen auch unter diese spontanen Astralwanderungen, und wir kennen ja viele Berichte von Menschen, die an einen ihnen völlig fremden Ort zum ersten Mal in ihrem Leben kamen, und sich dort sofort genau zurechtgefunden haben, ja sogar winzige Einzelheiten (Blumen, Möbel, Tiere, Raumanordnung, etc.) geradezu "erwartet" und "gesucht" haben. Die Grenzen sind auf diesem Gebiet derartig verwischt, daß man meist keine klaren Unterscheidungen treffen kann. Natürlich gibt es auch viele Fälle, in denen die Betreffenden meinen, sie seien astral gewandert, während sie in Wirklichkeit - zu ihrem Glück - der Astralkörper schön brav im irdischen geblieben ist und nur der Mentalkörper auf Reisen war.
Ich persönlich habe mich jedenfalls bis heute bewußt vor jeder Wanderung mit dem Astralkörper gehütet und warne nicht umsonst davor. Mental habe ich genug gesehen und erreicht, worüber meine liebe Frau und auch mein Rechtsanwalt einiges berichten könnten. Schließlich ist aber jede Wanderung nicht der Hauptzweck der magischen Schulung, sondern nur eine bescheidene, wenn auch schon recht schwierige Nebenübung, weil damit, außer eigenen Informationen, nur wenig erreicht wird, was uns wirklich höher bringt. Diese Erklärungen sollen nur dazu beitragen, jedermann die Unterschiede zwischen mentalen und astralen Wandern klarzumachen.

Formeln zum mentalen Wandern

Nun möchte ich einige Formeln angeben, die für ganz fleißige Formler nach langem Üben -evtl. innerhalb von drei bis sechs Monaten - zu praktischen Erfahrungen und Ergebnissen beim mentalen Wandern führen können.
Anleitungen zum astralen Wandern werden von mir aus den erwähnten Gründen absichtlich verschwiegen. Die Kabbalah-Schnupperer, die trotz meiner vielfachen Warnungen glauben, dennoch zu den Austritt des Astralkörpers ohne entsprechende Vorbereitung durch die Spezialformeln erproben zu können, mögen dafür auch selbst die Verantwortung übernehmen, die ich grundsätzlich ablehne!
"Wer sich mutwillig in Gefahr begibt, der kommt darin um!"
Dieses Sprichwort wird dann den Betroffenen zur rechten Zeit schon einfallen, sofern es nicht bereits zu spät ist.

Doch zurück zum Mentalen Wandern. Ich habe diese überaus wichtigen Grundformeln genau in der Reihenfolge aufgeführt, die nötig ist, um überhaupt zu einem Erfolg beim mentalen Wandern zu kommen. Bevor wir nämlich mit unserem Mentalkörper "starten", sind etliche lebenswichtige Voraussetzungen dafür nötig. Genauso wir vor dem Start eines Flugzeuges erst viele Vorbereitungen getroffen werden müssen, damit es keine vermeidbare Panne oder gar einen Absturz gibt, gilt dies auch für so interessante Fähigkeiten, zu denen das mentale Wandern gehört. Wer dieses bei der Kabbalah versäumt, kann sich ebenfalls auf einen "Fehlstart" gefaßt machen, wenn er nicht gleich die Voraussetzungen für seinen geistigen Absturz durch eigene Fahrlässigkeit erreicht. Ohne die genaue wochen- und monatelange Formelvorbereitung ist das mentale Wandern aussichtslos und bestimmt für Geist und Seele keineswegs ungefährlich! Es besteht jedoch keine Gefahr, daß die Flatterhaften jemals soweit kommen, da ihnen jegliche Beständigkeit fehlt, die dazu notwendig ist. Wer heute diese und morgen jene Magie "probiert", gleicht einem Studenten, der ein halbes Semester Theologie und noch ein Viertelsemester Philologie studiert und als "aussichtsreicher" Kandidat bestimmt überall gründlich durchsausen wird, ohne jemals etwas erreichen zu können. Doch trotz diese möglichen Gefahren, sollen die Formeln all denjenigen in die Hände gegeben werden, die bereit sind, die dafür erforderlichen Zeit, Geduld und Ausdauer aufzubringen, damit sie diese großartige Möglichkeit, selbst einmal im Reiche des Geistes mit dem Mentalkörper auf Reisen zu gehen und sich - "kostenlos"! - überall hinzubegeben, wo es ihnen wünschenswert erscheint. erfahren zu können.
Es ist schon etwas Herrliches, dank der Allgegenwart unseres Geistes im Mentalreich, in Sekundenbruchteilen zeit- und schwerelos durch den Raum zu eilen und praktisch überall unbemerkter Beobachter und Zeuge wichtiger oder unwichtiger Ereignisse zu werden, als "blinder Passagier" in jedem Auto, Zug, Schiff oder Flugzeug Platz zu nehmen und alles - ohne körperliche oder finanzielle Beschwerden - genauso wahrzunehmen, wie es sich in Wirklichkeit abspielt, um ebenso blitzschnell wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückzugelangen. Aber ohne Fleiß kein Preis! Ebenso sollten mentale Reisen nicht einfach aus Langeweile durchgeführt werden, sondern zu Forschungsreisen, um uns persönlich von der Allgegenwart des Geistes in sämtlichen Sphären und Welten - nicht nur auf der Erde - zu überzeugen. Ein Überwinden von Zeit, Stoff und Raum, was normalerweise erst nach unserem irdischen Tod möglich ist und selbst dann oftmals recht langsam und stufenweise vor sich geht, ist fleißigen Formlern schon zu ihren Lebenszeiten möglich, sofern sie die nötige Geduld und Ausdauer aufbringen und Schritt für Schritt ihre Loslösung des Mentalkörpers vom Astral- und Grobstoffkörper üben. Dabei erleichtert die Imagination, also die besonders lebhafte Vorstellung von bestimmten Gegenständen, Personen und Orten, das mentale Wandern sehr, und auch dazu tragen die Vorbereitungsformeln wesentlich bei.


Praxis Teil 5